Alle eins

Das war neu und bahnbrechend. Jude und "Heide" an einem Tisch, dazu Herren mit ihren Dienern. Das war vorher undenkbar, was mit der neuen christlichen Bewegung aufkam. "In Christus seid ihr alle eins." Keiner ist besser als der andere. Vor Gott sind alle gleich.

Wie schön sind diese Worte doch. In der Realität kam es damals wie heute dennoch zu Reibereien. Geboren aus der Unterschiedlichkeit. Reibereien, die es notwendig machen, sich auf die gemeinsame Ebene zurück zu besinnen: Da ist jemand, der uns verbindet. Der den Graben der Andersartigkeit überbrückt.

Gott ist kein Sparten-Gott. Er ist nicht einfach nur Wetter- oder Fruchtbarkeitsgott. Kein Arbeitnehmer-Gott oder Gott eines bestimmten Volkes. Er ist universaler Ursprung. Herkunft und Ziel, das uns verbindet.

Ich freue mich mit dem anderen über unsere gemeinsame Gotteskindschaft trotz der Aspekte, die uns trennen. Wir sind Familie.

Wenn Unterschiedlichkeit mal wieder an meinen Nerven zerrt, merke ich, wie mich dieser Gedanke barmherziger macht