LEGO-City Quedlinburg 2012

Bautage: 30.10.-02.11.2012 ; Abschlussfest 03.11.2012

beim Bauen
beim Bauen

30.10. - Dienstag, der erste Bautag


Heute haben wir mit den Kindern den ersten Bautag gestartet. 

Nach einer Begrüßung durch unseren Pastor und einer ausführlichen Einweisung durch die Bauleiterin ging es an die Bauplätze. Schnell haben sich Betreuer und Kinder zu kleinen Gruppen gefunden. Am ersten Tag standen die Standardhäuser auf dem Programm. Damit man erst mal die wichtigsten Bauregeln kennenlernt, baute jedes Kind ein bis zwei davon. Doch so richtig Standard geht bei Kindern nicht -muss es auch nicht: So wurde jedes dieser Häuser durch persönliche Ideen und Einfallsreichtum (an Farbe und Struktur) individuell gestalltet.

Jeder kreative Erbauer braucht auch mal eine Pause. Nach den Bauzeiten konnten sich die Kinder an frischer Luft und mit verschiedenen Spielen erholen. Hüpfburg, Fussball, Riesen-Jenga, Tischkicker, XXL-Vier gewinnt... usw. sorgten für Bewegung und Ausgleich. So verfliegt die Zeit und der Tag ist schnell vorbei. Gegen 16:00 Uhr standen fast 50 bunte Häuser auf der Platte, In jedem einzelnen Haus steckte Liebe, Fleiß, Ausdauer und natürlich viel Kreativität der kleinen und großen Bauherren...

die Bauprojekte werden größer
die Bauprojekte werden größer

31.10. - Mittwoch, der zweite Bautag

 

...stand ganz im Zeichen kreativer Bauideen. Nachdem unsere Lego-Kids die Standardbauweise wie im Schlaf beherrschen, trauten sie sich an größere Objekte. Es entstand eine Schule, ein Universitäts-gebäude, öffentliche Einrichtungen wie Post, Supermarkt und Krankenhaus. Auch typische Quedlinburger Häuser wurden in Angriff genommen. Selbst die Kleinen trauten sich an die Nachbildung von Fachwerkhäusern. Einige bauten spezielle Häuser rund um den Markt, auch Rathaus, Stiftskirche und Bahnhof sind in Arbeit... Wenn das so weiter geht, müssen wir morgen noch eine Platte anbauen. Alle Betreuer staunten über Kreativität, Geduld und Fröhlichkeit der Kinder, - als ob der heutige Sonnenschein direkt in die Herzen der Kinder gefallen wäre... Es macht unwahrscheinlich viel Freude, die Legostadt wächst und das Mitarbeiterteam (heute 20 Personen) arbeitet wunderbar zusammen. An dieser Stelle zeigen sich die Früchte einer gewachsenen Zusammenarbeit zwischen Harzer Adventgemeinde Quedlinburg, Evangelisches Kinder-, Jugendzentrum Haltestelle, Kinder-, Jugendbüro der Stadt Quedlinburg und der Therapeutischen Wohngemeinschaft Haus Waldhof (Blankenburg).

01.11. - Donnerstag, der dritte Bautag

 

Am letzten echten Bautag für die Legobauprojekte übertrafen sich die Kinder noch einmal im Vergleich zu den Vortagen. Jeder wollte außergewöhnliche Gebäude zum immer schöner werdenden Stadtbild beitragen. Die Pausen, die für körperlichen Ausgleich sorgen und sonst stürmisch begrüßt wurden, sind nun eher als störend empfunden worden. Manch einer bettelte ohne Pause weitermachen zu dürfen. Überraschend besuchten uns heute Kinder von der Legowoche des vergangenen Jahres. Sie konnten am besten einschätzen, wieviel Kraft der Stadtbau kostet aber auch wieviel Freude das Projekt macht. Beeindruckt zeigten sich auch Klaus Buchholz und Anne Riedel vom Kinder-, Jugendbüro der Stadt Quedlinburg, die auf eine Stippvisite vorbeikamen. Sie gehörten zu den wenigen Auserwählten, die die Legostadt sehen durften. Ihr Anblick ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Alle Eltern werden beim Bringen/Abholen der Kinder gut abgeschirmt. Nachdem die letzten Kinder in Richtung Zuhause unterwegs waren, blieb eine kleine Gruppe bis spät abends, die die Gebäude ordneten und das endgültige Stadtbild formten. Endspurt...

02.11. - Freitag, der vierte Bautag

 

Die Legowoche ist in vier verschiedene Bauphasen eingeteilt. Am ersten Tag stehen die Kinder vor leeren Tischplatten und üben die Standardbauweise. In der zweiten Bauphase probieren sie sich aus und entwickeln kreative Ideen für eigene Bauprojekte, in der dritten Bauphase werden gezielt Bauprojekte der Stadt Quedlinburg verteilt und am vierten Tag wird der Stadt Leben eingehaucht... Die bis dahin versteckten Kartons mit den berühmeten Lego-Figuren, Autos, Tieren und unzähligen anderen Gegenständen sind nun für alle Kinder zugänglich und werden großflächig eingebaut. Die teilnehmenden Kinder überlegen sich Alltagssituationen, die für ihre Stadt typisch sind und bauen sie nach. Dabei kommt es zwischen Kindern und Betreuern zu interessanten Gesprächen, denn im Spiel tritt das Leben der Kinder, mit ihren Erfahrungen, Wünschen und Ängsten zu Tage. Zu erwähnen ist noch eine Besonderheit: Am letzten Bautag werden markante Gebäude und Straßenzüge mit Leuchtdioden versehen. Eigens für diesen Zweck reist ein Elektroingenieur aus Stassfurt an - er lötet und verkabelt den ganzen Tag bis die Finger wund sind... das beeindruckende Ergebnis ist unten zu bestaunen.

03.11. - Samstag, Abschlussfest

 

Um 14:30 Uhr starteten wir im sehr gut gefüllten Gemeindezentrum (ca. 150 Personen) in das Abschlussfest. Der Höhepunkt der Legofreizeit begann mit dem Legolied "Stein auf Stein" und einem persönlichen Rückblick von Bauleiterin P.Haase. Er wurde ergänzt durch Bilder und Filme, die Eltern, Freunden und interessierten Gästen einen Eindruck von der Freizeit gaben. Der von Legoland eingeflogene "Hans" (siehe Bild) gratulierte im Anschluss allen Kindern zur fantastischen Legostadt und überreichte den 39 anwesenden Kids eine Urkunde, die sie zum Legobaumeister erklärte. Danach richtete sich der Dank an die 20 Mitarbeiter, die teilweise Urlaub nahmen und das Projekt  über die Bautage hinaus unterstützten. Spezieller Dank erging auch an die Sponsoren Bürgerstiftung Quedlinburg, Wowi Quedlinburg und Evangelisches Kirchspiel für die finanzielle Unterstützung. Sie ermöglichten wieder einen einmaligen Teilnehmerpreis (Hälfte des sonst üblichen Preises bei ähnlichen Veranstaltungen). Das anschließende Kaffeetrinken wurde zur ausgiebigen Erkundung der Legostadt genutzt. Neben dem üppigen Kuchenbuffett war auch das vorbereitete Quiz wieder ein großer Renner. Für die Teilnehmer gab es zehn verschiedene Preise zu gewinnen. Es wurde lange gefeiert - auch noch nach Einbruch der Dunkelheit - jetzt kam die beleuchtete Stadt so richtig zur Geltung - ein fantastischer Tag mit begeisterten Kindern, dankbaren Eltern, schönen Begegnungen und glücklichen Veranstaltern

04.11.- Sonntag Abbau der Legostadt

 

Auch wenn es sehr schwer fiel - am Sonntagmorgen kurz nach 09:00 Uhr war es soweit. Nach einer kleinen Einweisung klemmten sich 34 Helfer Häuser, und andere Bauprojekte unter den Arm und verschwanden in den Nebenräumen des Gemeindezentrums. Das Klappern der Legosteine wurde kurz zum Mittagessen unterbrochen bis es dann gegen 15:30 Uhr endgültig verstummte. Von der Legostadt blieb nach 6,5 h nichts mehr übrig. Dann knallte nur noch einmal die Heckklappe des Opel Vivaro und kurz darauf fuhr P. Haase ihre 1 Million Leogsteine wieder Richtung Prenzlau. Ein herzliches  >>Danke<< allen fleißigen Abbauhelfern!!!