04.-07.03.2013 Ökumenische Bibelwoche

Die ökumenische Bibelwoche beschäftigte sich in diesem Jahr in vier Themenabenden mit dem Markusevangelium. Interessierten Teilnehmern wurden historische Hintergründe und zeitgeschichtliche Ereignisse vermittelt, die die junge christliche Gemeinde geprägt haben. In kleinen Diskussionsgruppen erschlossen sie sich markante Textstellen und besondere Begebenheiten (Johannes der Täufer, Heilung eines Taubstummen). Auf einer Karte verfolgten sie Jesu Weg von seiner Taufe im Jordan, seinem ersten öffentlichen Auftritt in der Heimat ("der Prophet gilt nirgendsowenig wie im eigenen Land") bis hin zu seinen Reisen jenseits der israelischen Grenzen. Seine grenzübergreifende Form der Nächstenliebe motivierte die Teilnehmer, gehörte Imperative wie "effata" (öffne dich) oder "mefobu" (fürchte dich nicht) in die Gegenwart zu übertragen. Entsprechende Videoclips schufen Gegenwartsbezüge und bauten Brücken zwischen den Zeiten. Auch die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich schwächeren Teilnehmerzahlen konnten den positiven Gesamteindruck nicht schmälern. Sie verdeutlichten einmal mehr, dass "grenzübergreifende" Begegnung, auch im Bezug auf überkonfessionelle Begegnung, kein Selbstläufer ist - auch nicht da, wo sie bisher als selbstverständlich empfunden und gelebt wurde.